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  Berichte

Neues Impulsprogramm für Klassen 9 am Albert-Schweitzer-Gymnasium Ruhla 26.01.2010

Am 26.01.2010 sammelte das Projektteam gute Erfahrungen mit dem neuen Programm für 9. Klassen:

"Erdöl und die Zukunft der industrialisierten Welt"

Dabei erarbeiteten die Schüler in Gruppenarbeit das ganze Spektrum 1) Woher kommt das Erdöl? 2) Wer verbraucht das meiste Erdöl? 3) Die Abhängigkeit vom Erdöl! 4) Ökologische Probleme der Erdölnutzung! 5) Soziale Probleme der Erdölnutzung! 6) Erdölreserven – Wie lange reicht das Erdöl?

Schüler bei der Präsentation der Gruppenarbeit zur Teilaufgabe 

"Wie lange reicht das Erdöl?"

Klasse 9 (7:50 – 9:20)

Die erste neunte Klasse, die an dem Impulsprogramm teilnahm, hat die Ausarbeitung der Aufgaben mit dem Material gut bewältigt. Das Interesse war zwar mäßig, aber trotzdem wurde von den meisten Gruppen gut gearbeitet. Die Präsentation der Ergebnisse verlief weniger flüssig. Die Gruppen hatten Schwierigkeiten, das ausgearbeitet Material vor der Klasse vorzustellen. Im Anschluss an die Impulsveranstaltung gab es eine kurze Auswertung mit Frau Fuhlrott, Lehrerin am Albert-Schweitzer-Gymnasium und der hospitierenden Frau Schwabe vom Abbe-Gymnasium Eisenach, Fachberaterin Geographie. Dabei gab es den Hinweis, dass die Vorträge der Schüler vom Impulsprogrammleiter zu stark moderiert und zu viele Fragen gestellt wurden. Die Schüler hatten so wenige Möglichkeiten, ihre Vorträge selber zu gestalten. Zudem verlief die Phase des Präsentierens sehr unruhig, da die Schüler wenig bereit waren, ihren präsentierenden Klassenkameraden zuzuhören. Im Überblick verlief das Impulsprogramm aber befriedigend. Das Material war gut zu bearbeiten und fand Anerkennung beider Lehrerinnen. Zudem wurde das Material auch als tauglich für eine spätere Präsentation gesehen. Aufgrund von Zeitmangel konnte leider nicht das komplette Programm durchgeführt werden. Der ökologische Fußabdruck und eine Zusammenführung des selben mit dem Thema blieb unbearbeitet.

Zwischen-Fazit:

Das Konzept ist machbar. Das Material ist einsetzbar. Die Präsentation sollte von Schülern selbständig vorgenommen werden. Hinweis an die Schüler ist, am Ende noch eine kurze Zusammenfassung zu geben. Vom Leiter bzw. Moderator sollten nur kleinere Nachfragen und Überleitungen zwischen den Gruppen übernommen werden. Die Aufmerksamkeit der zuhörenden Schüler wird dadurch erreicht, dass sie die Ergebnisse der anderen Gruppen notieren. Für das ganze Programm werden 3 Unterrichtsstunden benötigt, 2 für die Erarbeitung und Vorstellung der Gruppenergebnisse und 1 für die Weiterführung zum ökologischen Fußabdruck.

Kontakt: Dr. Gerald Slotosch und Annett Steger

g.slotosch@naturpark-thueringer-wald.de

a.steger@naturpark-thueringer-wald.de

 

Klasse 9 (9:30 – 11:05)

Die zweite neunte Klasse zeigte sich in ihrem Willen zur Mitarbeit sehr heterogen. Während einige der Gruppen das Material konzentriert bearbeiteten, zeigten andere keine Lust und Bereitschaft sich des Themas anzunehmen. Eine Schülerin versagte sich gänzlich und zeichnete stattdessen ein Bild von „Winnie Puh“. Insgesamt war die zweite neunte Klasse weniger an der Bearbeitung der Gruppenaufgaben interessiert. In beiden Klassen ist dabei aufgefallen, dass die Schüler scheinbar Schwierigkeiten haben einen fachlich mit Fakten angereicherten Text zu lesen und dann die Antworten entsprechend der Fragestellungen aus dessen Inhalt zu extrahieren. Anstelle des Textes wurde lieber die Recherche im Internet hinzugezogen, um die Antworten auf die Fragestellungen zu finden. Dabei waren alle Antworten schon im Text enthalten.Die Präsentation der Ergebnisse verlief wider Erwarten gut. Der Impulsprogrammleiter nahm sich diesmal beim Lenken der Präsentation zurück, wodurch die Schüler mehr Freiraum zum Präsentieren bekamen. Dies führte dazu, dass die Schüler anhand der Fragen auf ihrem Arbeitsblatt die Präsentation gestalteten. Schon dadurch war ein stringenter Aufbau vorgegeben, den die Schüler als Vorlage nutzten. So bekamen die Schüler mehr Freiraum zum Sprechen, wodurch die Präsentation besser verlief, als bei der ersten neunten Klasse. Sogar die Gruppen, welche bei der Ausarbeitung wenig Interesse gezeigt hatten, präsentierten ihre Ergebnisse gut. Um in dieser Klasse auch während der Präsentation Ruhe herzustellen, waren die nicht präsentierenden Schüler aufgefordert, bei den Vorträgen ihre Mitschüler mitzuschreiben. Diese Methode war sehr erfolgreich und verhalf zu Ruhe in der Klasse.Auch in der zweiten neunten Klasse bewährten sich die angefertigten Materialien. Sie waren anschaulich und eigneten sich gut für die Präsentation der Ergebnisse. Leider konnte aufgrund von Zeitmangel auch hier das Impulsprogramm nicht vollständig durchgeführt werden. Das Berechnen des eigenen ökologischen Fußabdrucks und dessen Zusammenführung mit dem Thema wurde nicht mehr geschafft. 

Gesamt-Fazit zum Programm:

1. Das Material war gut verwendbar. Es eignete sich gut zur Präsentation der Ergebnisse. Es fand das Lob beider Lehrerinnen.

2. Gerade Textarbeit scheint für diese Klassenstufe noch eine notwendige Übung. Darum fügt sich die Methode der schülerzentrierten Erarbeitung gut in den Lehrplan.

3. Ein Problem ergab sich aus der Fülle des Materials. Die Einführung in das Impulsprogramm, die Erarbeitung des Themas durch die Schüler und die anschließende Präsentation konnten durchgeführt werden. Damit waren zwei Schulstunden jedoch ausgeschöpft. Für die Berechnung des ökologischen Fußabdrucks und dessen Zusammenführung mit den Ergebnissen blieb keine Zeit. Von Seiten einer Lehrerin wurde hierzu die Meinung vertreten, das Programm nicht zu kürzen, sondern mehr Zeit einzuplanen. Eine Kürzung des Materials wäre nur zum Teil möglich

o        Man könnte weniger Länder in den Vergleich einbeziehen, 5 statt 10.

o        Bei Aufgabe 5 wäre es möglich, die Ergebnisse anders darstellen zu lassen.

Insgesamt ist das Programm in 3 Unterrichtsstunden komplett bearbeitbar. Bei sorgfältiger Erarbeitung und Darstellung in den vorgefertigten Unterrichtsmaterialen (A3) stehen die Ergebnisse gleich in Form einer Wandzeitung für die ganze Schule zur Verfügung.